Gewerbeschau 2018 Bad Driburg

Gartentipps im Herbst

Noch einmal raus!

 

Der Garten vor dem Winterschlaf

 

 

 

Es gibt diese herrlich schönen Tage im Spätherbst, an denen man mit

 

großer Freude im Garten ist: Das Licht ist mild, die Luft angenehm frisch,

 

aber nicht zu kalt, das Laub raschelt unter den Füßen, die Wildrosen

 

tragen leuchtende Hagebutten, hier und da blühen noch Anemonen und

 

Astern …  Man hat das Gartenjahr noch gut im Gedächtnis und freut sich

 

vielleicht schon auf das Frühjahr und den nächsten Sommer. Bevor es

 

allerdings so weit ist, will der Garten auf seinen Winterschlaf vorbereitet

 

werden!

 

 

 

An alles gedacht?

 

Für nicht winterharte Kübelpflanzen wird es höchste Zeit, sie ins

 

Winterquartier umzuziehen, wo sie frostfrei, aber nicht zu warm stehen

 

sollten. Wer keinen Platz im Keller oder in der Garage hat, fragt am

 

besten seinen Landschaftsgärtner – der Überwinterungsservice beim Profi

 

hat den zusätzlichen Vorteil, dass er die Pflanzen schon beim Einräumen

 

auf eventuellen Schädlingsbefall untersucht und wenn nötig, fachgerecht

 

reagiert. Aber auch manche winterharten Pflanzen brauchen

 

Winterschutz. Bei den meisten Rosen oder empfindlichen Sträuchern

 

genügt oft schon ein leichtes Abdecken mit Reisig oder Fichtenzweigen.

 

Dabei geht es übrigens vor allem darum, die Pflanzen vor der

 

Wintersonne zu schützen. Diesem Zweck dient auch Laub, das auf die

 

Beete verteilt gute Dienste leistet. Vom Rasen sollte man die Blätter zwar

 

entfernen, aber die Bodendecker und Stauden oder auch kleineren

 

Gehölze können die Blätterdecke als Schutz gut gebrauchen, die

 

außerdem bis zum Frühjahr zu wertvollem Humus zersetzt ist.

 

Gibt es Wasserleitungen im Garten, Wasserhähne oder vielleicht sogar

 

Pumpen und Filteranlagen am Teich, dann gilt es, diese rechtzeitig vor

 

dem ersten Frost zu leeren bzw. auszubauen. Am besten sperrt man

 

sämtliche Außen-Wasserleitungen ab und sorgt dafür, dass die Ventile alle

 

geöffnet sind. Sollte doch noch Wasser in den Leitungen stehen geblieben

 

sein, kann es sich beim Gefrieren ausdehnen ohne dass die Rohre

 

platzen. Es gibt spezielle Pumpen, die frostbeständig sind; die meisten

 

gartenüblichen Pumpen aber sollte man sicherheitshalber ausbauen,

 

säubern und frostsicher in einem Eimer mit Wasser bis zum Frühjahr

 

lagern. Wichtig ist auch, das Laub und andere Verschmutzungen aus dem

 

Gartenteich zu fischen, damit es nicht am Teichgrund vermodert und die

 

Wasserqualität leidet.

 

 

 

Schneiden oder nicht schneiden?

 

Die meisten Stauden sind im Spätherbst bereits eingezogen, das heißt die

 

oberirdischen Pflanzenteile sind abgestorben. Im nächsten Frühjahr

 

treiben sie neu wieder aus. Am besten schneidet man die trockenen

 

Stiele und Blätter eine Handbreit über dem Boden ab. Bei einigen, wie

 

zum Beispiel Sonnenhut, Kugeldistel und vor allem bei Gräsern, sind die

 

trockenen Stiele jedoch ein besonders schöner Winterschmuck: Mit

 

Raureif überzogen, glitzern sie dekorativ und sollten erst im Frühjahr

 

zurück geschnitten werden. Über den richtigen Zeitpunkt für den

 

Rückschnitt von Gehölzen gibt es sehr unterschiedliche Auffassungen –

 

manche bevorzugen den Schnitt vor dem Winter, andere schwören

 

darauf, erst im zeitigen Frühjahr zu schneiden. Unbestritten aber ist, dass

 

sämtliche Winter- und Frühlingsblüher nicht im Herbst geschnitten

 

werden, denn sie haben ihre Blütenknospen bereits vor dem Winter

 

angelegt und dürfen deshalb nur im Sommer geschnitten werden. Dies

 

gilt zum Beispiel für Sträucher wie Zaubernuss, Forsythie,

 

Zierjohannisbeere und Zierkirsche. Wer nicht sicher ist, was er im

 

Spätherbst noch schneiden kann, fragt am besten einen Fachmann für

 

Garten und Landschaft – der weiß, was er tut und nimmt auch das

 

Schnittgut gleich mit. Die Profis sind auch die richtigen Ansprechpartner

 

für die Kontrolle von Wegeplatten und Terrassenbelägen. Besonders im

 

Winter ist es wichtig, dass der Untergrund sicher und fest ist. Wackelnde

 

Steinplatten können, wenn sie nass sind oder wenn Schnee darauf liegt,

 

zu sehr unangenehmen Stolperfallen werden.

 

 

 

Farbe ins Beet!

 

Solange der Boden noch nicht gefroren ist, können Blumenzwiebeln

 

gesetzt werden. Wer im Herbst Krokusse, Narzissen, Tulpen & Co. in

 

seine Beete legt, sorgt dafür, dass die Gartensaison schon früh im neuen

 

Jahr beginnt und dass der Garten schon längst vor dem frischen Austrieb

 

der Gehölze und Stauden wieder Farbe zeigt. Ob bunt gemischt oder mit

 

strengem Farbkonzept – der Fantasie sind bei der Auswahl keine Grenzen

 

gesetzt und wenn die Zwiebelblumen geschickt mit Stauden kombiniert

 

werden, ist das Gartenvergnügen programmiert.

 

 

 

Die Kür

 

Viele Gartenfreunde nutzen den Winter auch, um das Gartenwerkzeug

 

und die Geräte zu reinigen und zu pflegen, damit sie im Frühjahr in

 

Topform sind. Defekte Teile werden ausgebessert, der Rasenmäher

 

bekommt ein neues Messer, Rost von Spaten und Schaufel wird entfernt

 

… Wenn schließlich auch die Gartenmöbel eingelagert oder

 

witterungsgeschützt abgedeckt sind, dürfte der Garten und das Werkzeug

 

bestens vorbereitet sein für die winterliche Ruhephase … und wir

 

Hobbygärtner können uns in aller Ruhe mit eventuell anstehenden

 

Veränderungen und Wünschen für das nächste Gartenjahr beschäftigen.