Gewerbeschau 2018 Bad Driburg

Gartenarbeit im Juli - August

Gartenarbeit im Juli – 9 Aufgaben


Es steht viel Arbeit an
Der Juli ist einer der Monate, in denen man auf der einen Seite den Garten prima genießen kann, wenn das Wetter mitspielt, aber auch ein Monat, in dem viel Arbeit ansteht. Wir haben hier für Sie eine kleine Liste mit Aufgaben zusammengestellt, die Sie im Juli erledigen sollten.


Gartenarbeit im Juli:
1.    Damit Dahlien, Gladiolen und andere Knollenpflanzen und Zwiebelpflanzen herrliche Blüten bekommen, sollten sie Anfang Juli gedüngt werden.

2.    Sommerflieder, oder auch Buddleja, blüht jetzt richtig auf. Damit man auch bis in den Herbst hinein wahre Blütenträume hat, sollte man die verblühten Rispen immer sofort abschneiden. So bilden sich dauerhaft neue Blüten.

3.    Wenn der Efeu wuchert, dann sollte er jetzt zurückgeschnitten werden. Schneiden Sie dabei die jungen Triebe.

4.    Wenn der Juli besonders trocken ist, sollte der Rasen regelmäßig gegossen werden.

5.    Sie spielen mit dem Gedanken Bart-Iris im Garten zu pflanzen? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

6.    Stauden, die sich im Beet zu sehr ausbreiten, sollten jetzt verkleinert werden. Dazu werden mit einem Spaten Wurzelballen abgestochen. So haben auch die anderen Stauden im Beet eine Chance.

7.    Narzissen sind fast in jedem Garten zu finden. Wenn sie allerdings nur mäßig geblüht haben, dann sollten Sie sie jetzt teilen. So werden Sie wieder kräftig.

8.    Dahlien entwickeln teilweise sehr große Blüten, die demzufolge auch sehr schwer werden. Damit sie nicht abknicken, sollten sie schon jetzt abgestützt werden.

9.    Mulchen Sie Ihre Beete – und Sie müssen wesentlich weniger Unkraut jäten
Mulchen heißt, die Beete circa fünf Zentimeter dick mit organischem Material abzudecken. Sie können Holzhäcksel, Stroh, Rhabarberblätter oder Rasenschnitt verwenden und schenken Boden und Pflanzen damit etwas Gutes. Die Erde trocknet weniger aus, das Bodenleben wird gefördert und ganz wichtig: Das Unkraut wird unterdrückt.
Vorher sollten Sie etwas düngen und kalken, da die Mulchmasse beim Verrotten dem Boden Nährstoffe entzieht. Am einfachsten geht Mulchen mit Rindenhumus aus dem Gartencenter. Da entfällt auch das Düngen, denn Rindenhumus ist aufgekalkt und mit Dünger angereichert.


•    Wird der Buchsbaum im Sommer geschnitten, bleibt er stark
Mit der Blüte der Sommerlinde tritt die Pflanzenwelt in eine neue Phase. So wie die Forsythienblüte den Erstfrühling markiert, markiert die Blüte der Sommerlinde den Hochsommer und leitet eine Reihe von Arbeiten im Garten ein. So beschreibt der phänologische Gartenkalender die Jahreszeiten.
Für den ordentlichen Gärtner heißt das: Ab jetzt können wieder Hecken geschnitten werden. Gerade der Buchsbaum dankt einen Sommerschnitt, damit die neuen Triebe bis zum Winter abschließen. So blieben die Pflanzen winterhart und krankheitsresistent.
Wachsen lassen, Verblühtes abschneiden und staunen
Ein richtig angelegtes Staudenbeet dürfte jetzt zugewachsen sein. Wo Sie Lücken entdecken, machen Sie sich Notizen, diese im kommenden Herbst zu füllen. Wo etwas zu eng steht, können Sie teilen – auch erst im Herbst. Jetzt mögen die meisten Stauden einfach nur wachsen.
Schneiden Sie ab und zu abgeblühte Blüten ab, damit die Kraft der Pflanzen in die Blätter geht und nicht in die Entwicklung von Früchten. Ausnahme: Pfingstrosen. Eigentlich mögen Pfingstrosen gar nicht verpflanzt werden. Sollte es trotzdem notwendig sein, ist jetzt die richtige Zeit gekommen, umzupflanzen oder zu teilen.


Ein- und zweijährige Blumen

Die Frühlings- und Sommerblüher für das nächste Jahr können im Juli ausgesät werden. Das betrifft Stiefmütterchen, Akelei, Vergissmeinnicht, Fingerhut, Nelken und Malven. Wer die Pflanzen schon im Juni gesät hat (auch das ist möglich), kann die jungen Pflanzen bereits pikieren. Die Beete sollten locker gehalten werden, gut gedüngt sein und regelmäßig gegossen werden. Das tut Saat und jungen Pflanzen gleichermaßen gut. Stecklinge wie Hortensien können Sie im Juli übrigens gut vermehren. Dazu sollten die Pflanzen gesund und kräftig gewachsen sein und möglichst nicht gerade blühen. Sorgen Sie dafür, dass der Steckling das gleiche, möglichst optimale Klima vorfindet wie die Mutterpflanze - das garantiert zwar nicht das Anwachsen, erhöht aber die Erfolgsaussichten.

Ziersträucher und -hecken

Viele Sträucher und Hecken verblühen langsam. Die welken Blüten sollten Sie entfernen, damit die Pflanzen anstelle von Früchten neue Blüten ausbilden können. Früchte nehmen der Pflanze Kraft und verhindern dadurch, dass viele weitere Blüten ausgebildet werden. Das gilt vor allem für remontierende Rosen. Hecken werden im Juli immer geschnitten, und die Rosen werden zum letzten Mal gedüngt.

Stauden brauchen im Juli übrigens nicht viel Pflege. Verwelkte Blüten sollten entfernt werden, und großwachsende Stauden sollten Sie anbinden - falls das noch nicht passiert ist. Schnitthecken sollten Sie im Juli ordentlich in Form bringen, und vergessen Sie nicht, die Pflanzen im Kübel wie auch im Freiland wirklich ausgiebig zu gießen. Der Juli ist oft recht trocken.

Obstbäume und -sträucher

Beim Obst ist im Juli viel los. Obstbäume müssen gewässert werden, das ist vor allem bei jungen Bäumen immer wieder wichtig. Die Obstbäume erhalten ihre letzte Düngung im Juli, und natürlich kann geerntet werden. Johannisbeeren, Stachelbeeren, späte Erdbeeren, Kirschen und Sauerkirschen, Birnen, Himbeeren und Klaräpfel sind jetzt reif. Die Früchte werden wirklich schwer an den Bäumen, und damit die Äste nicht brechen, sollten Sie Obstbaumstützen aufstellen. Die geben den schwer beladenen Ästen Halt, vor allem dann, wenn das ein oder andere Sommergewitter mit starken Windböen die Bäume schüttelt. Wenn Sie Angst um Ihre Ernte haben, können Sie Vogelnetze über die Bäume legen, um die reifen Früchte zu schützen.

Nach der Ernte werden einige Obstbäume geschnitten - das betrifft vor allem Sauerkirschen und Aprikosen, die im Juli schon abgeerntet werden können. Apfel, Birne und Pflaume können bei trübem Wetter veredelt werden. Die Jungtriebe der Kiwi werden im Juli zurückgeschnitten, damit die Pflanzen nicht zu stark wuchern und alle Kraft in das Wachstum stecken.